Gemeinnützige Eigentumswohnung – Vermietung nach Verkauf

Ab dem 1.3.1991 gelten für gemeinnützige Wohnungen, an denen nachträglich Wohnungseigentum begründet wurde und die nicht an den unmittelbar Mieter verkauft werden, die Mietzinsbildungsregelungen des WGG (Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz) weiter! D. h., dass ein Käufer einer (ursprünglichen gemeinnützigen) Eigentumswohnung bei der Vermietung lediglich ein kostendeckendes Entgelt vom Mieter verlangen kann, nicht mehr.

Seit der WGG-Novelle 2019 wurde in § 20 Abs. 6 geregelt, dass der Eigentümer im Zuge der Eigentumsbegründung verpflichtet ist, im Fall der Veräußerung einer Wohnung/einer Geschäftsräumlichkeit Folgendes im Grundbuch anzumerken zu lassen: „Bei Vermietungen gelten die Bestimmungen des WGG

Daher Vorsicht! Bei Erwerb einer Wohnung, die ursprünglich einer gemeinnützigen Bauvereinigung (zB Vogewosi, Wohnbauselbsthilfe, Alpenländische Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft) errichtet wurde, kann unter Umständen die Gefahr drohen, dass die Vermietung nur ohne Rendite zulässig ist! Immobilieninvestoren sollten daher beim Kauf einer Wohnung, die von einem gemeinnützigen Bauträger errichtet wurden, besonders vorsichtig sein.